>> Der liebenswerte, aber »erbärmliche Clown« Saki Bey darf eine Erkenntnis aussprechen, die (…) den ganzen Roman durchzieht: Nov10 von steppenwolf20

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»Du stellst dir die guten Menschen lächelnd und freundlich vor, die bösen dagegen finster und mit dichten, zerzausten Augenbrauen. Aber das Leben ist um vieles komplizierter. Das Böse findet sich auch in den besten Menschen und in denen, die uns am nächsten sind.«

Der Jakubijân-Bau @
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65 Kommentare zu “>> Der liebenswerte, aber »erbärmliche Clown« Saki Bey darf eine Erkenntnis aussprechen, die (…) den ganzen Roman durchzieht: Nov10 von steppenwolf20

  1. Das Gute und Böse im Menschen scheint Dich ja (grad ?) sehr zu beschäftigen.
    Jeder ist nicht nur gut und nicht nur böse denk ich auch.
    In jedem von uns gibts von beidem Anlagen, was dann überwiegend oder stärker und schwächer jeweils gelebt wird hängt wohl von den Lebensumständen ab.
    Aber auch vom Charakter , was man selbst zu lässt.
    Darüber wurde auch was im “ Das Bildnis des Dorian Gray“ geschrieben von Oscar Wilde.

      • Rochus Misch. Der hat über das Banalböse ein Buch geschrieben, also über sich selbst. Er war Adolfs Leibwächter 🙂 , und um das zu machen, also das!, muss einer schon wahnsinnig banal sein, so banalbös, dass es ihm wirklich keiner übelnehmen kann.

        Jügen Todenklöter, der dauerbetroffene Weltretter und Banal-Antisemit, hat neulich auch noch’n Buch über das Böse geschrieben, also über das Doppelböse, also über den IS und sich selbst. Er war inside-the-evil, also dort. Er steckt ja immer in sich und schreibt und quasselt ja immer über sich selbst.
        Das tut das Böse nun mal ^^

        • Verwechselst Du da jetzt nicht Ichbezogenheit mit böse sein ??
          Das eine schliesst das andere nicht automatisch mit ein.

          Im Gegenteil, ich denke die bösen Menschen sind gewissenlos und machen sich auch nicht besonders viele Gedanken.

          Man kann da auch nicht kategorisieren, so alla die sind böse, weil sie sind ja auch so und so , oder machen auch das und das…

          • Aber das ist jetzt wirklich a bissele billich, Clara.
            Es geht doch nicht um’s Gewissen bei Bösen. Haha. Gewissen ist Luxus.

            Und das Böse redet wirklich immer über sich selbst, achte mal drauf, wenn Du Böse siehst oder hörst, achte mal auf deren Gesprächsthemen und auf deren Bezüge.
            Deswegen hatte ich just den Rochus Misch erwähnt, nicht verstanden?, der ja kaum oder gar nicht über sich redet.

            Wobei die Brücke zwischen der Banalität und dem Bösen zwar sehr breit ist seit Hannah Arendts Feststellung, aber wie diese Brücke genau gebaut sei, dürfte noch nicht so ganz klar sein

            • Rochus Misch kenn ich nicht, dann kann ich es auch nicht verstehen.
              Hannah Arendts kenn ich auch nicht , scheinbar bin ich nicht so belesen wie Du.

                • … der war ein sehr einfacher, sehr ehrlicher (also ehrlich im landläufigen Sinne) und sehr pflichtbewusster Arbeiter, der sich irgendwie auf diesem Posten wiederfand.
                  Statt dessen hätte er auch Schlossergeselle oder Sachbearbeiter bei einer Versicherung oder Aktenträger im Katasteramt oder zweiter Buchhalter einer Großbäckerei sein können. Er hätte da genauso funktioniert wie bei der SS.

      • “ Lust ist das Siegel der Natur, Ihr Zeichen der Zustimmung. Wenn wir glücklich sind, sind wir immer gut, aber wenn wir gut sind ,sind wir nicht immer glücklich.“.
        „Ah ! Aber was nennst du gut?“ rief Basil Hallward.
        „Ja ,stimmte Dorian bei,lehnte sich in seinem Stuhl zurück und blickt Lord Henry über den schweren Strauß purpurner Schwertlilien hinweg , der in der Mitte des Tisches stand, an, „was nennst du gut, Harry ?“
        “ Gut sein heißt in Harmonie mit sich selbst sein,“ erwiderte er, indem er mit seinen blassen, schmalen Fingern den dünnen Stiel seines Glases umfaßte. .“Mißklang herrscht, wo man gezwungen wird, in Harmonie mit andern zu sein. Das eigene Leben das ist es, worauf es ankommt. Was das Leben der Nächsten angeht, kann, wenn man ein Affe oder ein Pfaffe sein will ,sich mit seinen moralischen Ansichten darüber wichtig machen ,aber es geht einen nichts an Überdies hat der Individualismus in Wahrheit das höhere Ziel .Die moderne Moral besteht darin, den Maßstab ihres Zeitalters zu aktzeptieren .Ich bin der Meinung, daß es für jeden einigermaßen kulturfähigen Menschen eine Form der gröbsten Unmoral ist, den Maßstab seiner Zeit zu akzeptieren.“.
        „Aber wenn man bloß für sich selbst lebt, Harry ,zahlt man sicher einen furchtbaren Preis dafür! „. meinte der Maler.
        „Jawohl ,man überfordert uns heutzutage in allem. Ich denke mir ,die wahre Tragödie der Armen ist, daß sie sich nichts leisten können als Selbstverleugnung. Schöne Sünden sind wie schöne Dinge das Vorrecht der Reichen.“
        „Man hat auf andre Weise zu zahlen als mit Geld „.
        “ Auf welche Weise, Basil ?“
        „Oh, ich sollte meinen,mit Gewissensbissen,mit Schmerzen…nun,eben mit dem Bewußtsein der Erniedrigung..“
        (Aus das Bildnis des Dorian Gray).

        • „Wenn wir glücklich sind, sind wir immer gut, aber wenn wir gut sind, sind wir nicht immer glücklich….“, so lässt Oscar Wilde den Dorian sagen.
          Das ist falsch.
          Gut, um 1900, mit purpurnen Schwertlilien auf dem Tisch, war es vielleicht noch nicht falsch?

          Doch: Oscar Wilde war ein Schöngeist, Dichter und Ästhet. Er hat sich nicht mit dem Konnex aus Gewalt & Lust seiner Zeit auseinandergesetzt. Anarchisten haben um 1900 in vielen Städten Bombenanschläge verübt, 1883 hatten sie den einzigen fortschrittlichen russischen Zaren ermordet, auch in Italien und den USA unternahmen sie Anschläge. Warum: Wegen des Chaos.
          Die Anarchisten waren glücklich nach gelungenen Anschlägen.
          So wie anno 2017 Islamiker glücklich sind, wenn sie Andere erniedrigen, oder wenn sie viele Ungläubige zerfetzt haben.

          „Gut sein heißt in Harmonie mit sich selbst sein“, sagt einer beim Oscar Wilde.
          Das ist die ästhetizistischste und dabei die wertneutralste Definition des Gutseins, die ich je gehört habe. Die Aussage geht sogar weit und weiter über Seneca hinaus-. Zum Glück sagt ja nicht Wilde selbst sowas. Dorian sagt das. Es ist Rollenprosa, und Dorian ist als Charakter schon glaubwürdig. Warum: Weil es da in Wildes Text nicht um’s Glücklichsein und am Wenigsten um Tugend oder um Werte geht, sondern um den Dorian.

          Fazit: Glücklichsein hat leider gar nichts mit Gutsein zu tun.
          Böse sind glücklich und in Harmonie mit sich selbst, wenn sie Böses tun.

    • Hach ja, über das Bute und Göse hat Lars von Trier („Riget“) im Grund auch schon alles. Also gesagt. Gezeigt auch ^^

      Im Reichskrankenhaus (Riget) gibt es jedenfalls das Böse. Es ist immer und überall. Frau Drusse weiß das. Sie hört es im kaputten Aufzug, ja, und sie will helfen.

  2. Das ist halt ein hochphilosophisches Thema und wird niemals zu einer eindeutigen Anwort führen.
    Jeder tut das, was er kann , bzw.nicht kann und will bzw. Nicht will.
    Also vielschichtig und kompliziert , wie das Leben selbst.

    • Nö. Das ist ja überhaupt kein hochphilosophisches Thema, Mensch. Ist doch das unphilosophischste Thema schlechthin, das.
      MannMannMann, Clara, das kannst Du doch besser. Sei mal bitte nicht ganz so denkfaul (nu!, bin heut selber denkfaul, bemüh‘ mich aber).

      Das Thma mit dem Bösen usf. ist reinster ALLTAG. Und äußerst nein noch äußerster naheliegend, das Thema.

  3. So jetzt aber genug dem blabla, ich muss(will) heute Fenster putzen.
    Denn nur böse Menschen sind dreckig, wird einem zumindest so anerzogen .
    Anyway , ich hab lieber klare Sicht , ob es jetzt spiessig ist oder nicht. 🙂

        • z. B. beim Naturalisten Arno Holz 1886:

          „Pst! Pst! sonst wackeln die Kronen,
          Ihr Herrn Professoren, seid still! …
          Und die fettigen Spießbürger loben
          Die brave Polizei.“[9]

              • Ja, habsch auch schon gehört neuerdings, dass man Putzlappen nicht spülen soll. Aber geht das-? Ich mein‘, dann wird das doch langsam aber sicher am Allerschmutzigsten ja glatt panisch mit dem Lappen ^^

              • In irgend einem Buch, das ich einst las, stand mal so drin: „Der Schmutt kam mit seinem sauer stinkenden Lappen und wischte die vitaminreiche Nässe auf.“
                Es war wohl auf einem Segelschiff oder auf einem U-Boot?, es hatte zuvor Zitronen gegeben, Anordnung vom Käppn wegen der Gesundheit, ja und dann geschah das Entsetzliche.

            • Es gibt immer eine Ausrede nicht lzu putzen,was muss das muss.
              Fenster putz ich ein bis zwei mal im Jahr.
              Vorhänge nur einmal.
              Und den Putzlappen in der Küche spüle ich mit heissem Wasser jedes mal gründlich aus.und nache ein bis zwei Tagen kommt er in die Kochwäsche.
              Gar nicht putzen ist auch keine Lösung. Wenns nach meinem Gatten ginge schon, aber der ist ja auch irgendwie“dreckimun“.
              Ne ne im Dreck leben will ich nicht, aber zum Putzteufel muss man ja auch nicht werden.
              Ok früher musste immer alles ganz sauber sein, inzwischen putze ich einmal in der Woche Bad und Fussboden, das reicht .

              Nunja ausserdem braucht man ja auch eine Daseinsberechtigung als Hausfrau.

              • Oke, verstehe Clara, wenn du nur noch einmal in der Woche putzt, hat die Therapie ansatzweise doch auch schon geholfen. Ja, und jetzt sag mal, fühlst du dich so befreiter oder eher eingeengt??

                • Ich hab keine therapie gemacht, der therapeut , bei dem ich vor ein paar Jahren mal war, hat gesagt , dass Du es nötiger hättest und wir könnten zusammen zu ihm kommen. Wenn ich mich und Du Dich getrennt hättest.
                  Ja ich fühl mich schon befreiter, so ohne Putzzwang .

                    • Wegen Putzzwang war ich auch nicht dort.😉
                      Ja wenigstens hast Du keinen Putzzwang , immerhin.😁

                    • … hmm, 24. August, heut ist der 23. September, also etwa dreißig Tage, das heißt, dass währenddessen Claras Schmierlabben fünfzehnmal ausgekocht wurde.
                      Ist doch der helle Wahnsinn !
                      Wieviel Strom das braucht, und wieviel Wasser das braucht, und wieviel vollkommen sinnlose Verwaltungsarbeit das macht!

                      Jetzt versteh ich langsam, warum die Deutschen so ein verdammt reiches Land sind, aber IMEER klagen, klagen, zagen, klagen, klagen, zagen, an sich selsbt verzweifeln, klagen, allen Anderen die Schuld geben, zagen, klaaagen!, usf.

                    • Ja, ich denk mal, das eigentliche Problem ist doch auch, dass bei diesen ganzen Geschichten man den Überblick verlieren kann. So ungefähr hat das auch mit dem Huhn und dem Ei angefangen.

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