Wer es noch nicht mitbekommen hat, dem sei gesagt: Es gibt Probleme. Die genaue Ursache konnte aber noch nicht erkannt werden.

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Seit vorletzten Sonntag leuchtet es hier nämlich Rot. Zunächst dachte ich an einen fehlerhaften Datenträger. Doch auch nach Sicherung und Austausch geht das so weiter. Früher war es ein sanftes Blau. Jetzt hör ich wieder mehr audio und visualisiere Buchstaben. Bis zu einer Klärung. Harry X

Was mir durch den Kopf geht

            Ja, interessanter Beitrag. Da frag ich mich auch, wie man mit geht, was ist??

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Brexit …

Populist*innen schüren Ängste vor Überfremdung, spielen mit Zahlen, die zeigen sollen, dass die Zuwander*innen den Menschen, die in GB geboren wurden, die Arbeit wegnehmen und das Boot sowieso schon lange voll sei. Argumente, die sich auch in D, in F und anderen Staaten der Eu ausbreiten und das schon bevor Menschen aus den Krisengebieten der Welt in der EU begannen Zuflucht zu suchen, seitdem aber laut und lauter werden.

Globalisierung ist für viele Menschen unübersichtlich und beängstigend.

Globalisierung öffnete die Schere zwischen arm und reich in den letzten zwanzig Jahren auf unverhältnissmäßige Weise. Gespart wurde und wird auf Kosten der „Kleinen“. Die Großen schaufeln sich ihre Taschen so voll, dass sie ihr Geld weder in einem Leben ausgeben können, noch dass es in einem gesunden Verhältnis zu den Menschen steht, die den Reichtum überhaupt erst ermöglichen, Menschen, die wir Arbeiter*innen und Dienstleistende nennen.

Brexit wurde von Menschen entschieden…

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Im übertragenen Sinne

Wolfgang Tillmans

Vorgestern Abend hatte ich einen tieftraurigen Moment, als ich die Tate Modern verließ und nach Sonnenuntergang über die Millenniumsbrücke ging. Beide im Jahr 2000 eröffnet, beide Symbole einer neuen Offenheit. Es war ein neues London, das seit Beginn der Neunziger gebaut wurde, selbstbewusst in der Mitte Europas angekommen. Ich schaute auf den Himmel im Westen und mir wurde klar, dass dies der letzte Abend vor einer neuen Ära sein könnte. Dass ich heute nicht deprimiert bin, zeigt mir, dass meine Trauer der Ausbruch einer langen Ahnung war, die Tony Blair letztes Jahr formulierte. Er wollte seine Parteigenossen davon abhalten, den links-populistisch angehauchten Jeremy Corbyn zum Labourchef zu wählen. Seine Generation, so Blair, müsse völlig neu denken, denn das politische Klima sei Teil von etwas Größerem: „Dies ist eine große Aufwallung gegen die Ungerechtigkeit der Globalisierung, gegen Eliten, gegen die stumpfsinnige Art der Entscheidungsfindung in einer unvollkommenen Welt.“ Nun ist die erste Welle über eine dieser Institutionen hereingebrochen. Aber die Populisten greifen nicht das Übel an, sondern die Flüchtlinge, die UN, die EU. Die Festen unserer freien Weltordnung zu verteidigen, ist jetzt unsere Aufgabe. Wir sind noch die Mehrheit.

Der Künstler Wolfgang Tillmans, geboren 1968 in Remscheid, lebt in Berlin und London.

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